Skip to main content

Trampolin für Kleinkinder – Vergnügen oder Gefahr?

In den letzten Jahren sind Trampoline immer mehr verbreitet, sie sind auf dem Grundstück oder im Kleingarten zu finden. Auch wenn sie bei vielen Spielzeuganbietern erhältlich sind, sollten Sie nicht vergessen, dass es keine Spiel-, sondern Sportgeräte sind. Viele bewundern die Kunststücke der Könner und blenden aus, dass die Benutzung nicht ganz ungefährlich ist, gerade wenn das Trampolin für Kleinkinder bestimmt ist.

Vorteile von Trampolinen

Bei richtiger und sachgerechter Benutzung macht das Trampolinspringen Spaß und bietet viele Vorteile. Die Fitness wird gefördert, Muskeln aufgebaut und das Gleichgewichtssinn geschult. Die Kondition wird verbessert, das Körpergefühl gestärkt und Stress abgebaut. Auch ist es für die Interaktion, also dem Zusammenspiel beider Gehirnhälften gut. Grade für kleine Kinder kann das sehr vorteilhaft sein, denn die Koordination ist nur im Kindesalter trainierbar. Bei regelmäßiger Nutzung ist man versucht, schwierigere Kunststücke, wie Saltos oder Überschläge auszuprobieren. Manche werden mit der Zeit darin zu wahren Könnern. Alles in allem hat ein Trampolin sehr viele Vorteile, die bei erwachsenen sowie bei Kindern zum tragen kommen.

Nachteile und mögliche Gefahren

In den letzten Jahren sind die Preise für Trampoline immer mehr gesunken und viele haben sich so ein Gerät zugelegt oder stehen kurz vor dem Kauf. Vor allem wer Kinder hat sollte einiges beachten. Bei einem Trampolin für Kleinkinder sind die Meinungen sehr gespalten, geht es nach der Meinung mancher Mediziner, haben Kinder unter sechs Jahren auf diesem Sportgerät nichts zu suchen. Wenn Sie mit Kinderärzten, Unfallmedizinern oder Kieferchirurgen sprechen würden, könnten diese Ihnen wahre Schauergeschichten erzählen. Es können Knochenbrüchen an Beinen, Armen oder der Wirbelsäule kommen. Ein Trampolin für Kleinkinder kann deshalb gefährlich werden , weil Kinder den Kräften, die beim Springen auf ihren Körper wirken, nicht so gut entgegenwirken können. Besonders groß ist die Gefahr, wenn die Kleinen mit größeren und schweren Kindern gleichzeitig das Trampolin benutzen. Zum einen können sie hochgeschleudert werden und sich so verletzen. Es kann auch zur sogenannten „Trampolin-Fraktur“ kommen. Das kann passieren, wenn das schwerere Kind in dem Moment hochspringt, wenn das leichtere wieder auf dem Sprungtuch landet. Durch die entstehende Spannung kann es zu Verletzungen kommen. Ein weiteres Problem ist, dass sich die Kinder gegenseitig anspornen und hochschaukeln. Sie versuchen sich mit ihren Sprüngen und Kunststücken zu überbieten. Wenn das Trampolin nicht auf einer freien Wiese, sondern neben dem Pool oder einer Mauer aufgebaut wurde, kann es passieren, dass die Kinder vom Trampolin auf oder in diese springen wollen, oder vielleicht versuchen, auf das Trampolin zu springen. Das kann vermieden werden, indem das Trampolin geschickt aufgestellt wird.

Sie sollten die Gefahren nicht unter aber auch nicht überschätzen und das Trampolin grundsätzlich verteufeln.

Sicherheitstipps

Um ganz auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie ein Trampolin für Kleinkinder gar nicht erst anschaffen, dass ist der einzige weg um 100% sicher zu sein. Trotzdem sollten sie nicht in Angst leben, denn Kinder können sich immer und überall verletzen. Deswegen wenn sie trotzdem ein Trampolin kaufen möchten gibt es ein paar Dinge die sie beachten sollten z.B. dass das Trampolin für Kleinkinder ein großes Sicherheitsnetz besitzt. Auch die Federn sollten gut abgepolstert sein. Viele Trampoline sind „wetterfest“ und bleiben das ganze Jahr über im Freien stehen. Deshalb muss das Trampolin für Kleinkinder im Frühjahr vor Beginn der Saison auf Schäden überprüft werden. Vor allem das Netz sollte regelmäßig kontrolliert werden und auch ohne Löcher alle zwei Jahre ausgetauscht werden, denn durch die UV-Strahlen wird es mit der Zeit spröde.
Wenn das Trampolin für Kinder benutzt wird, gibt es einfache Sicherheitstipps. Die Benutzung sollte nur unter Beaufsichtigung von Erwachsenen erfolgen. Das Sicherheitsnetz muss verschlossen sein. Es sollten nur zwei Kinder gleichzeitig springen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kinder gleichgroß und gleichschwer sind. Dabei kommt es nicht nur auf das Alter an, manche Kinder sind klein und zierlich, während andere Gleichaltrige schon recht kräftig sind. Die Kinder müssen die Schuhe ausziehen und das Trampolin barfuß oder auf Strümpfen benutzen. Sie sollen dabei keine Bonbons oder Lutscher essen, sie könnten sich verschlucken oder mit dem Stiel verletzen. Wenn ein Kind hinfällt, hört das andere Kind mit dem Springen auf. Es darf sich keiner unter dem Kindertrampolin aufhalten.